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  • Sarah van der Werff

Wortgefährten...Januar

Da war sie wieder, diese Zeit zwischen den Jahren. Eine meiner Lieblingszeiten. Irgendwie in einem Zwischenraum sein.

Das Ende ist in Sicht und der Anfang schon zum Greifen nah – aber noch nicht da.


Ich liebe diese Zeit, weil sie für mich Rückblick, Innehalten und Ausblick bedeutet.

Bewusst nehme ich mir Zeit, um mich mit Kaffee, Tee, meinem Kalender und Tagebuch zurückzuziehen.



Ich übertrage Geburtstage, Feste und erste Termine in den Kalender des neuen Jahres. Und zeitgleich schaue ich, was an Terminen und Einträgen in dem endenden Jahr aufgeschrieben war.

An einigen Tagen habe ich mir neben Termin und Uhrzeit aufgeschrieben, was schön war und mich erfreut hat.

Oder was gelungen ist, wo ich mutig etwas zum ersten Mal gemacht habe, oder wann ich gut zu mir oder anderen war.

Bevor ich den alten Kalender aufschlage tauchen in mir manchmal weniger freudige Gedanken auf.

365 Tage liegen hinter mir und Erlebnisse und Emotionen werden noch einmal sehr präsent.

Was ist denn schon Großes passiert in dem vergangenen Jahr?

Was hast du geschafft?

War nicht einfach viel Alltag?

Wenn ich diesen Gedanken folge, lande ich in einem trüben Einheitsallerlei.

Schaue ich jedoch auf die vielen kleinen und großen hellen Einträge neben den Terminen, dann scheint und leuchtet Schönheit, Mut und Leben aus den vergangenen 365 Tagen.


Doch woran möchte ich mich orientieren und festmachen, wenn ich in ein neues Jahr starte?

In welche Richtung darf es gehen?


Vor 2-3 Jahren hörte ich von der Idee, Worte als Orientierung, Maßstab oder Wegweiser für ein Jahr zu wählen.

Und da mir Worte, Texte und Verse immer wieder gut tun, mich erden, oder beflügeln dachte ich mir, dass dies zu diesem Jahreswechsel eine Idee für mich sein könnte.



Doch welches Wort,

welchen Vers von den vielen sollte ich wählen?

Auslosen?

Oder im Glückskeks danach suchen?

Ich entdeckte Wort-Such-Hilfen.

Lauter Worte die in einem Kreuzworträtsel versteckt waren.

Die drei Ersten, die man entdeckt, sollten die Worte für das kommende Jahr sein.

Diese Idee gefiel mir – und auch die Worte, die ich entdeckte, sprachen mich an.

 

Ich horchte in mich hinein.

Ich schaute die Einträge im Kalender des alten Jahres an.

Und so langsam bekam ich eine Ahnung.

Manche Themen wiederholten sich im vergangenen Jahr.

Waren noch nicht abgeschlossen, oder tauchten im Alltag immer wieder auf.

Und mit dem Anschauen der Themen und der Ruhe und in mich hinein Horchen, formten sich die Worte.

Und dann waren sie da.



Mit ihnen möchte ich unterwegs sein im kommenden Jahr.

Danach Ausschau halten, meinen Alltag daran orientieren und mir die Richtung zeigen lassen.

Ganz Vorne, in meinem Kalender für 2024 habe ich sie aufgeschrieben – und dann, Ende 2024 schaue ich nach, was sie mir in diesem Jahr zeigen durften und wie sie mich begleitet haben.

Und ihr, wie seid ihr unterwegs? Was weist euch die Richtung im neuen Jahr?

Einen frohen Start und vielleicht den ein oder anderen Wortgefährten wünsche ich euch.

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