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  • Sarah van der Werff

Auf der anderen Seite...März

Als mich am Anfang des Monats eine E- Mail erreichte, stolperte ich über folgenden Satz:

„Bin ein bisschen neidisch!“ gepaart mit Schwitz- Lach und Zwinkersmileys.

Ich las diesen Satz wieder und wieder- und er begleitete mich im Februar mit ganz verschiedenen Gedanken und Überlegungen.

Ich kenne dieses Gefühl. Neid.

Wenn dieses Gefühl zu Besuch ist, macht es etwas mit mir.

In diesen Zeiten ist mein Blick oft auf das Haben, Tun, Leben und Sein der Anderen gerichtet.

Ich sehe die Vorteile, die Leichtigkeit, oder das erreichte Ziel der Anderen.

„Auf der anderen Seite ist das Gras viel Grüner!“ so lautet doch das Denken, welches sich in diesen Momenten in mir breit macht.

Doch ist es so? Allein diese Frage, kann mich in diesen Augenblicken abholen und mich einladen mich auf die Reise zu begeben.

Ein Reise auf die andere Seite, wo es doch viel Grüner ist.

Denn wenn ich mich auf den Weg mache, kann ich in Kontakt kommen.

Zum einen mit mir. Mit meinen Wünschen und Bedürfnissen.

Was erhoffe oder wünsche ich mir von dem grüneren Gras?

Erinnert es mich vielleicht an saftiges, frisches, knackiges Gras, welches ich schon einmal gegessen habe, welches mir geschmeckt hat und welches mir aktuell fehlt?

Oder motiviert es mich, loszugehen und nach einer saftigen Wiese Ausschau zu halten, da mein Rasen aktuell braun, verbrannt und trocken ist?

Die Reise auf die andere Seite kann mich also mit mir in Kontakt bringen – und der Neid kann mich unterstützen hinzuschauen, was gerade bei mir los ist und mich zu einer Bestandsaufnahme motivieren.

Die Reise auf die andere Seite kann mich auch in Kontakt mit meinem Gegenüber bringen.

Ich kann nachfragen und zuhören, wie es auf der grüneren Seite ist.

Erlebt mein Gegenüber das grüne Gras wirklich grüner?

War das Gras dort immer schon so grün, oder wieviel Zeit, Ressourcen, Verzicht, Tränen und Schweiß hat es gekostet, dass diese Wiese aktuell so grün ist?

Und was kostet es, die Wiese in diesem Zustand zu erhalten?

Und die Nachfrage und das Zuhören kann mir einen größeren Blick auf das Große Ganze schenken.

Verständnis für mein Gegenüber und Begegnung, um dann auch wieder in Kontakt mit mir zu kommen und zu schauen, ob es mir das wert ist, auf so einer grünen Wiese zu sein.

Dies sind nur einige Blickwinkel auf grünes Gras, saftige Wiesen und

ein Sich- auf- den- Weg- machen…


Was sind eure Erfahrungen und Gedanken dazu? Schreibt es mir gerne….


…Und manchmal, verändern sich Umstände von Außen, so wie jetzt, wenn sich langsam der Frühling anbahnt und grünes Gras oder erste Schneeglöckchen an Stellen wachsen, an denen vorher nur braune Halme standen.




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